Nobody is perfect – das darf im Straßenverkehr nicht tödlich enden

Jedem und jeder passieren dumme Sachen; z.B. kann es passieren, dass man sich den Kopf am Türrahmen anstößt. Das tut dann etwas weh, macht normalerweise nichts weiter.
Und im Straßenverkehr, wie ist es da?
Wenn zwei AutofahrerInnen in der Stadt zusammenstoßen, passiert außer Blechschaden meist nichts. Die Geschwindigkeit für richtig schwere Unfälle ist meist zu gering. Die „Blechpanzerung“ schützt meist vor körperlichen Schäden.
Wenn aber Kinder, FußgängerInnen, RadfahrerInnen, RollstuhlfahrerInnen etc. mit PKWs und LKWs zusamenstoßen, sind die Folgen sofort dramatischer. Denn diese haben eben keinen Blech- und Eisenpanzerung um sich rum.
Dies verursacht eine permantente Anspannung bei den VerkehrsteilnehmerInnen, die keinen Blechschutz um sich rum haben. Denn sie wissen alle, und tragen das bereits im Unterbewusstein tief in sich, was ein kleiner Fehler für grauenvolle Auswirkungen haben kann.
Besonders gefährdet sind Kinder und jüngere Menschen, weil sie noch zu wenig schlimme Erfahrungen gemacht haben, und somit noch mehr kleine Unachtsamkeiten begehen.

Eigentlich wird diesem Umstand durch den juristischen Begriff der „Betriebsgefahr“ Rechnung getragen. Je größen und schwerer ein Auto oder LKW ist, desto größer die Betrebsgefahr. Desto langsamer und rücksichtsvoller müssten PKWs und LKWs eigentlich sein.
In der Praxis wird die Betriebsgefahr jedoch vollkommen unverhältnismäßig zu Gunsten von PKWs und LKWs ausgelegt.

Ich sehe daher keine andere Möglichkeit als bauliche schützende Maßnahmen für die schwächeren Verkehrsteilnehmer.

Beitrag von Ulrich Schönweiß

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