„Wo einer Vorrang hat, wird es gefährlich“

Es scheint sich etwas zu bewegen. An der Flußstrasse denkt die Stadt
tatsächlich darüber nach, die Stelle zu entschärfen.
Gut so. Allerdings fordern wir immer noch eine Vorrangregelung für RadlerInnen und
FußgängerInnen. Das gleiche gilt für das Fuchsloch.
Auch wenn derzeit an diesen Stellen (noch?) weniger RadfahrerInnen als AutofahrerInnen unterwegs sind, ist das in unseren Augen kein Argument gegen eine klare Vorrangregelung.
Die Argumentation des Verkehrsplanungsamtes, dass sich das Verhältnis erst zugunsten des Radverkehrs verschieben müsse, bevor sich was ändern kann, illustriert genau das Kernproblem:
Die autozentrierte Verkehrspolitik der Stadt Nürnberg.
Die Erfahrungen in allen anderen Städten, die Radverkehr wirklich fördern, belegen, dass eine verbesserte Infrastruktur den Radanteil erhöht.
In Nürnberg wartet man …und wartet man…und wartet man…., schaut ob der Verkehrsanteil steigt und dann vielleicht überlegt man, ob man vielleicht doch was tun müßte: Reagieren statt Agieren.
So wird das ganz sicher nichts mit dem vom Stadtrat gewünschten 20% Radverkehrsanteil bis 2015.

Sehr irritierend finden wir das in dem Artikel der Nürnberger Nachrichten zitierte Statement von Hr. Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes:
„Wo einer Vorrang hat, wird es gefährlich“.
In Holland z.B haben Radfahrer an Kreisverkehren und vielen anderen Stellen genau diesen Vorrang. Und bekanntermaßen sind die Unfallzahlen in Holland sehr niedrig.

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