SÖR: Einfach mal eine Rad-Hauptroute sperren

Ohne irgendeine Vorwarnung durch eine Beschilderung sperrte SÖR mitten in der abendlichen Rushhour am Montag 14.9. (so um 17.00 Uhr herum) eben schnell mal den Weg durch das Hallertor (beim Schnepperschützen). Dieser Weg ist bekanntlich eine wichtige Ost-West-Route für den Rad- und Fußverkehr. Irgendwelche Bauarbeiten fanden zu diesem Zeitpunkt nicht statt. Eine Umleitung gab es natürlich auch nicht.

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Einfach mal verrammeln – sind ja „nur“ Fußgänger und „nur“ Radfahrer. Die zählen für einen SÖR-Mitarbeiter nicht.

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Wie so oft hat jemand zur Selbsthilfe gegriffen und einen Durchschlupf frei gemacht. Ursprünglich war der Weg jedoch komplett verrammelt.

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Und so sieht der Durchgang von der anderen Seite aus: Fußgänger dürfen da HEUTE nicht durch, weil vielleicht MORGEN oder in drei Wochen dort mal gearbeitet wird???

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Wenn man weiter Richtung Osten fährt auf dieser Pegnitztal-Route wird man plötzlich mit einem Sackgassenschild konfrontiert. Auch nix mit Umleitung.

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Hier endet der Pegnitztal-Radweg dann aprupt: RadfahrerInnen bitte in Luft auflösen!

Leider ist das keine Ausnahme sondern eher die gängige Praxis in Nürnberg, wie mit Baustellen im Rad- und Fußverkehr umgegangen wird. Einfach mal zumachen – sollen RadlerInnen und FußgängerInnen doch schaun, wie sie weiterkommen. Ein Armutszeugnis für SÖR!

Aktualisierung 15.9.15:
Zwar wurde die Sperre am Folgetag zumindest am Hallertor wieder entfernt, da es sich um ein „Versehen“ handelte. Ok., jeder macht mal Fehler, da könnte man ja auch drüber lachen. Aber leider steht diese Sperrung symptomatisch für den Umgang von SÖR mit Baustellen im Rad- und Fußverkehr. Und das ist wirklich zum Weinen.

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9 Responses to SÖR: Einfach mal eine Rad-Hauptroute sperren

  1. Johannes Potschka sagt:

    Einfach rücksichtslos und unverschämt!

  2. Pjotr sagt:

    Bei nahezu jeder Baustelle in Nürnberg ist das so: Entweder endet der Radweg abrupt oder es stehen Baustellenschilder mitten drauf oder man soll absteigen oder es fehlt eine Umleitung.
    Gerne werden die Anti-Radlermassnahmen auch kombiniert.
    Wenn das eine fahrradfreundliche Kommune sein soll…. was ist dann eine nicht fahrradfreundliche ?

    Achja, hier kann man sich beschweren:
    https://online-service2.nuernberg.de/dodb/kontakt/default.aspx?addressid={98DBCD66-A907-430C-8449-788E6D8B4A44}&AspxAutoDetectCookieSupport=1

  3. Quirinus sagt:

    Ich benutze für Post an SÖR immer das online-Schadensformular:
    https://online-service2.nuernberg.de/schadensmeldung/pages/index.jsp

  4. netz10 sagt:

    Wir haben uns heute auch über diese seltsame verkehrsführung gewundert. Obwohl es sichtlich keinen grund für die sperre gab. Vielleicht löst sicj das rätsel am dienstag auf.

    Nicht nur radfahrer haben sich am schild vorbeigemogelt. Auch ein lieferwagen stand vor dem schnepperschütz.

  5. Blackburn sagt:

    Es wird Zeit, dass der Stadtrat den Verantwortlichen bei SÖR mal die klare Ansage gibt, dass Fuss- und Radwege auch Verkehrswege sind und deshalb die gleichen Regeln gelten wie bei (Auto)strassen.

  6. Pjotr sagt:

    Auf meine Beschwerde hin hat SÖR mitgeteilt, dass die Sperre an der Unterführung ein Versehen war und mittlerweile wieder aufgelöst wurde.
    Das ändert allerdings nichts daran, dass die Baustelle an der Großweidenmühle so gestaltet ist, dass dort Radfahren nicht mehr erlaubt (Gehwegschild) und auch nicht mehr ohne Konflikte mit Fußgängern möglich ist, weil der Gehweg schmal und mit reichlich Pflanzkästen zugestellt ist.
    Exakt die gleiche Situation hatten wir für lange zeit schon mal im Frühjahr. SÖR ist es einfach wurscht, wenn Radfahrer ausgebremst werden. Hauptsache, die Blechdosen haben freie Fahrt.

    • Quirinus sagt:

      Ich habe die gleiche Rückmeldung von SÖR bekommen. Was die Großweidenmühle angeht: Der Gehweg ist immer mit den Pflanzenkasten bestückt. Ist ja auch ein Gehweg und kein Radweg. Trotzdem eine saublöde situation wenn alles dort wieder gesperrt ist.

      • starsend sagt:

        Mal flexibel sein und für die Zeit der Bauarbeiten einfach die Pflanzkübel wegstellen – das ist zuviel Modernismus für den altbackenen SÖR. Da müsste man sich ja wirklich Gedanken machen wie man für Fußgänger und Fahrradfahrer die Zeit der Bauarbeiten so wenig belastend wie möglich gestaltet; das wäre ja kunden- und zielorientiert. Wo kämen wir denn da hin wenn sowas in Nürnberg Einzug hält.

  7. starsend sagt:

    Bringt denn beschweren überhaupt (noch) was? Von unserem Bürgermeister Maly hört man zum Thema Fahrrad überhaupt nichts mehr. Sind wir Fahrradfahrer und Fußgänger auch für Maly nur noch Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse? Und schließlich ist Nürnberg ja schon fahrradfreundlich, da braucht man ja nichts mehr dafür machen.

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