„Falschparken kostet Leben“ und warum trotzdem nichts passiert

Wie mehrfach in den Medien berichtet, hat die Stadt Nürnberg eine Kampagne gestartet mit dem Titel „Falschparken kostet Leben“ Kürzlich wurde dann eine Bilanz der ersten Aktivitäten von Polizei und Stadt veröffentlicht.

Kampagne der Stadt Nürnberg

Zitat aus dem Bericht : „Allein an diesen drei Tagen stellten die Ordnungshüter und Verkehrsüberwacher insgesamt 1125 Verwarnungen mit Zahlungsaufforderungen wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung aus. 43 Mal wurde das Parken in Feuerwehranfahrtszonen geahndet. Zusätzlich wurden 27 Entfernungsaufforderungen, sogenannte Rotpunkte, angebracht und eine Straftat wegen „Trunkenheit im Verkehr“ festgestellt. „

Wenn die Stadt Nürnberg sagt, dass Falschparken Leben kostet und im Hintergrund des Plakates ein FW Fahrzeug zu sehen ist, würde ich doch erwarten, dass Stadt und FW in Feuerwehreinfahrten/zonen parkende Fahrzeuge als große Gefahr bewerten. Und sie sagen mit dem Plakatspruch, dass es nicht passieren könnte, sondern es passiert bzw. passiert ist. Dann würde ich gerne die konkreten Umstände erfahren. Ich frage mich insbesondere, wieso bei drohender Gefahr diese trotz Kenntnis nicht unverzüglich beseitigt wird. Statt dessen werden Knöllchen oder „Entfernungsaufforderungen“ verteilt.

Man stelle sich das Szenario vor, dass eine solche Entfernungsaufforderung verteilt wurde, es dann zum Brand kommt und die FW wegen des parkenden Fahrzeugs nicht oder nicht rechtzeitig zum Einsatzort kommt und deswegen Menschen ums Leben kommen.

Für mich ergibt sich dann die Frage, wer dafür (mit)-verantwortlich ist. Zum einen natürlich der Fahrzeugführer, aber doch auch der, die diese Gefahr mit Leichtigkeit hätten beseitigen können. Das sind Stadt bzw. Polizei.

Das Verwaltungsgericht München (s.a. Urteil) hat festgestellt, dass es selbstverständlich zulässig ist, in so einem Fall das Fahrzeug ohne Vorwarnung abzuschleppen und die Kosten hierfür dem Fahrzeugführer anzulasten. Das kann also nicht der Grund für die schon sehr große „Nachsichtigkeit“ sein, die selbst angesichts grober und gefährdender Verstöße gegen Verkehrsregeln seitens Stadt und Polizei praktiziert wird.

Ich habe diese Frage auch an BM Vogel gestellt, aber bisher noch keine Antwort erhalten. Ich hoffe auf baldige Erleuchtung.

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