Wofür Geld da ist und wofür nicht

137 Mio € für die Sanierung der maroden Hafenbrücken, mindestens 50 Mio € Anteil am Bau der neuen Autobahn durch Nürnberg. Dazu der seit Jahren defizitäre Regionalflugplatz. Alles kein Problem für die Stadt Nürnberg. Muss ja. Wenn es aber um den Ausbau des klima-und menschenschonenden Radverkehrs geht, ist angeblich kein Geld da. Läppische 2€ pro Jahr und Einwohner – also knapp eine Million € – hat die Stadt dafür übrig. In Holland gibt es Städte, die 30€ ausgeben, dabei aber schon auf einem viel höheren Radverkehrsniveau sind.

In unserer Presseerklärung bzw. Offenen Brief an den Stadtrat haben wir diese Problematik aufgegriffen.

Update 28.7.2016: Die Nürnberger Nachrichten greifen unsere Kritik auf. Hier gehts zum Beitrag

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ÖPNV gut, Rad schlecht

Schafhofstr / Äußere Bayreuther Str.

Schafhofstr / Äußere Bayreuther Str.

Auf meinem Heimweg von der Arbeit muss ich von der Schafhofstraße hier in die Äußere Bayreuther Straße nach links einbiegen.

Die Verkehrsplaner wollten dem ÖPNV etwas Gutes tun und haben der Busline 22/23 eine eigene Spur vor der Ampel reserviert. Prima, denkt man sich erstmal. Leider darf man als Radfahrer Busspuren in Nürnberg nicht benutzen. Offensichtlich ist die Erwartung der Planer, dass man sich in der linken Spur einordnet. Auf so eine Idee können aber nur Lebensmüde kommen, denn dann findet man sich nach dem Abbiegen eingekeilt zwischen Autos und LKWs links und Bussen rechts in der Mitte der Äußeren Bayreuther Straße wieder. Das ist auf dieser Rennstrecke nun wirklich kein Spaß. Also fahre ich immer auf der Busspur, was zwar nicht ganz legal, aber dafür  deutlich sicherer ist.

Es sei denn, man trifft auf VAG Busfahrer, die einfach recht haben wollen und einen dann so knapp überholen, dass man sich hinterher schweißgebadet freut, überhaupt noch am Leben zu sein. Die nettere Variante hupt nur.

Fazit: Busspuren sollten zumindestens in solchen Fällen für Radfahrer freigegeben werden und die VAG sollte ihre Fahrer auch mal darüber aufklären, dass man Radfahrer niemals nicht im Abstand von 30 cm überholt.

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Fahrrad im Film

Am heutigen Wochenende findet zum vierten Mal das beliebte Fahrradfilm Festival des rührigen Nürnberger Programmkinos Casablanca statt.   Eingeladen waren auch die Nürnberger Fahrradinitiativen, die sich mit Infoständen und Aktionen präsentierten.

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SÖR kann es doch – es dauert nur manchmal ein bißchen länger

Schon letztes Jahr war der Pegnitztalradweg -die wichtigste Ost-West Verbindung in Nürnberg – für mehrere Monate durch eine Baustelle behindert. Der Gehweg wurde durch nicht weg geräumte Pflanzkästen zum Hindernisparcours, in dem Radler und Fußgänger sich stauten. Auch damals habe ich bei SÖR -dem städtischen Servicedienste Öffentlicher Raum- mehrfach darum gebeten, wenigstens die Pflanzkästen wegtzuräumen. Keine Chance.

Pegnitztalradweg an der Großweidenmühle im Mai 2014

Pegnitztalradweg an der Großweidenmühle im Mai 2014

Gute Traditionen müssen fortgeführt wurden und so wurde auch dieses Jahr wieder eine neue, mehrmonatige Baustelle eingerichtet. Diesmal reichte es nicht mal mehr zu „Radfahrer frei“ Schildern und die schönen Pflanzkästen durften wieder ihre Blockadefunktion wahrnehmen.

Und doch – 2 Wochen vor Ende der Baustelle und nach erneuten Beschwerden an SÖR- geschah das nicht mehr erwartete Wunder:  Die Pflanzkästen wurden an die Seite geräumt und „Radfahrer Frei Schilder“ erlauben jetzt die legale Durchfahrt.
Liebe SÖR-Mitarbeiter: Ich finde das prima – aber warum muss man sich erst mehrfach beschweren und warum dauert es Monate, bis derart  simple Maßnahmen umgesetzt werden? Warum muss man überhaupt meckern, damit was passiert? Da könntet Ihr doch auch gleich von Beginn an und selber drauf achten?

14.10.2015: Der Weg ist endlich frei - die Pfalnzkästen sind weg

17.10.2015: Der Weg ist endlich frei – die Pflanzkästen sind weg

 

 

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SÖR: Einfach mal eine Rad-Hauptroute sperren

Ohne irgendeine Vorwarnung durch eine Beschilderung sperrte SÖR mitten in der abendlichen Rushhour am Montag 14.9. (so um 17.00 Uhr herum) eben schnell mal den Weg durch das Hallertor (beim Schnepperschützen). Dieser Weg ist bekanntlich eine wichtige Ost-West-Route für den Rad- und Fußverkehr. Irgendwelche Bauarbeiten fanden zu diesem Zeitpunkt nicht statt. Eine Umleitung gab es natürlich auch nicht.

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Einfach mal verrammeln – sind ja „nur“ Fußgänger und „nur“ Radfahrer. Die zählen für einen SÖR-Mitarbeiter nicht.

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Wie so oft hat jemand zur Selbsthilfe gegriffen und einen Durchschlupf frei gemacht. Ursprünglich war der Weg jedoch komplett verrammelt.

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Und so sieht der Durchgang von der anderen Seite aus: Fußgänger dürfen da HEUTE nicht durch, weil vielleicht MORGEN oder in drei Wochen dort mal gearbeitet wird???

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Wenn man weiter Richtung Osten fährt auf dieser Pegnitztal-Route wird man plötzlich mit einem Sackgassenschild konfrontiert. Auch nix mit Umleitung.

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Hier endet der Pegnitztal-Radweg dann aprupt: RadfahrerInnen bitte in Luft auflösen!

Leider ist das keine Ausnahme sondern eher die gängige Praxis in Nürnberg, wie mit Baustellen im Rad- und Fußverkehr umgegangen wird. Einfach mal zumachen – sollen RadlerInnen und FußgängerInnen doch schaun, wie sie weiterkommen. Ein Armutszeugnis für SÖR!

Aktualisierung 15.9.15:
Zwar wurde die Sperre am Folgetag zumindest am Hallertor wieder entfernt, da es sich um ein „Versehen“ handelte. Ok., jeder macht mal Fehler, da könnte man ja auch drüber lachen. Aber leider steht diese Sperrung symptomatisch für den Umgang von SÖR mit Baustellen im Rad- und Fußverkehr. Und das ist wirklich zum Weinen.

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„Wo einer Vorrang hat, wird es gefährlich“

Es scheint sich etwas zu bewegen. An der Flußstrasse denkt die Stadt
tatsächlich darüber nach, die Stelle zu entschärfen.
Gut so. Allerdings fordern wir immer noch eine Vorrangregelung für RadlerInnen und
FußgängerInnen. Das gleiche gilt für das Fuchsloch.
Auch wenn derzeit an diesen Stellen (noch?) weniger RadfahrerInnen als AutofahrerInnen unterwegs sind, ist das in unseren Augen kein Argument gegen eine klare Vorrangregelung.
Die Argumentation des Verkehrsplanungsamtes, dass sich das Verhältnis erst zugunsten des Radverkehrs verschieben müsse, bevor sich was ändern kann, illustriert genau das Kernproblem:
Die autozentrierte Verkehrspolitik der Stadt Nürnberg.
Die Erfahrungen in allen anderen Städten, die Radverkehr wirklich fördern, belegen, dass eine verbesserte Infrastruktur den Radanteil erhöht.
In Nürnberg wartet man …und wartet man…und wartet man…., schaut ob der Verkehrsanteil steigt und dann vielleicht überlegt man, ob man vielleicht doch was tun müßte: Reagieren statt Agieren.
So wird das ganz sicher nichts mit dem vom Stadtrat gewünschten 20% Radverkehrsanteil bis 2015.

Sehr irritierend finden wir das in dem Artikel der Nürnberger Nachrichten zitierte Statement von Hr. Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes:
„Wo einer Vorrang hat, wird es gefährlich“.
In Holland z.B haben Radfahrer an Kreisverkehren und vielen anderen Stellen genau diesen Vorrang. Und bekanntermaßen sind die Unfallzahlen in Holland sehr niedrig.

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Die Ruhe vor dem Sturm

Am Sonntag, den 12. Juli von 14-16 Uhr werden die RadlerInnen und FußgängerInnen Vorrang vor den Blechdosen haben.
Wo: Am Fuchsloch (Adolf-Braunstr)/Pegnitztalradweg in Nürnberg.
Wie: Mit unserem bewährten roten Teppich und einem Zebrastreifen.
Was gibt sonst noch ? Gute Stimmung, Vogelgezwitscher und schau mer mal, was sonst noch so alles los sein wird.
Vielleicht schaut auch der eine oder andere Stadtrat vorbei, damit die eigene Anschauung vielleicht bei der Entscheidung für eine intelligente Mobilität hilft.
Eingeladen haben wir sie.

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Ein Brief an den Nürnberger Stadtrat

Das Bündnis Radfairkehr hat den Nürnberger Stadtrat heute aufgefordert, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das den Vorrang für RadfahrerInnen und FußgängerInnen vor dem Motorisierten Individualverkehr in der Stadt zum Ziel hat.
Ja, das klingt wie eine radikale Forderung.  Ja, das wird Widerstände hervorrufen.
Dennoch gibt es keine Alternative dazu, wenn man eine menschengerechte, lebensfreundliche  Stadt mit intelligenter Mobilität haben möchte.
Und ja, wir wollen, dass man auch wieder Kinder auf der Straße spielen sieht.

Es ist an der  Zeit.

Den Brief gibt es hier zum Runterladen.

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Nobody is perfect – das darf im Straßenverkehr nicht tödlich enden

Jedem und jeder passieren dumme Sachen; z.B. kann es passieren, dass man sich den Kopf am Türrahmen anstößt. Das tut dann etwas weh, macht normalerweise nichts weiter.
Und im Straßenverkehr, wie ist es da?
Wenn zwei AutofahrerInnen in der Stadt zusammenstoßen, passiert außer Blechschaden meist nichts. Die Geschwindigkeit für richtig schwere Unfälle ist meist zu gering. Die „Blechpanzerung“ schützt meist vor körperlichen Schäden.
Wenn aber Kinder, FußgängerInnen, RadfahrerInnen, RollstuhlfahrerInnen etc. mit PKWs und LKWs zusamenstoßen, sind die Folgen sofort dramatischer. Denn diese haben eben keinen Blech- und Eisenpanzerung um sich rum.
Dies verursacht eine permantente Anspannung bei den VerkehrsteilnehmerInnen, die keinen Blechschutz um sich rum haben. Denn sie wissen alle, und tragen das bereits im Unterbewusstein tief in sich, was ein kleiner Fehler für grauenvolle Auswirkungen haben kann.
Besonders gefährdet sind Kinder und jüngere Menschen, weil sie noch zu wenig schlimme Erfahrungen gemacht haben, und somit noch mehr kleine Unachtsamkeiten begehen.

Eigentlich wird diesem Umstand durch den juristischen Begriff der „Betriebsgefahr“ Rechnung getragen. Je größen und schwerer ein Auto oder LKW ist, desto größer die Betrebsgefahr. Desto langsamer und rücksichtsvoller müssten PKWs und LKWs eigentlich sein.
In der Praxis wird die Betriebsgefahr jedoch vollkommen unverhältnismäßig zu Gunsten von PKWs und LKWs ausgelegt.

Ich sehe daher keine andere Möglichkeit als bauliche schützende Maßnahmen für die schwächeren Verkehrsteilnehmer.

Beitrag von Ulrich Schönweiß

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Zwei Videos zur Flußstraßen-Querung: gefährlich schlecht – und wie es sein sollte

Zwei Möglichkeiten für RadfahrerInnen die Straße zu überqueren:

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Das ist die gefährliche Realität (Video 1)

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und so könnte es morgen aussehen, wenn Nürnberger Politik und Verwaltung es wollen.(Video 2)

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