Vorrang für Rad- und Fußverkehr ist jetzt angesagt!

Das Bündnis Radfairkehr hat heute der Öffentlichkeit vorgestellt, wie der Konflikt zwischen Rad-Fußverkehr und Autofahrern an der Querung des Johann-Soergel-Wegs über die Flußstraße besser und sicherer gelöst werden kann:

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Rad- und Fußverkehr muss hier in Zukunft Vorrang haben! Der momentane Zustand ist untragbar – Autos rasen mit 50 kmh durch diesen stark frequentierten Fuß- und Radweg hindurch.
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Wie das aussehen könnte und vor allem, wie gut es sich anfühlt für RadlerInnen und FußgängerInnen, hier gefahrlos zu queren, simulierten wir mit zwei Teppichen: einen mit Zebrastreifen und einen roten Teppich für den Radverkehr.

FLussstr

Bei den vorbeikommenden Radfahrern und Fußgängerinnen stieß das auf große Begeisterung.

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Aus unserer Pressemitteilung:
Es ist unfair, dass der motorisierte Individualverkehr nahezu überall bevorzugt wird. Dies betrifft nicht nur Flächenverbrauch und Investitionen, sondern auch Regelungen, die den Verkehrsfluss betreffen. Es wird daher allerhöchste Zeit, dass zumindest an stark frequentierten Rad-und Fußwegen Vorrangregelungen geschaffen werden, sodass Rad- und Fußverkehr ohne Verzögerung an ihr Ziel kommen können. Diese Prinzipien sind in den Niederlanden seit Jahrzehnten Praxis – warum also nicht auch in Nürnberg!
Städte sind für Menschen da, nicht für Autos!
Flußstr.1a

Der Nürnberger Blog Netz 10 fand unsere Aktion offensichtlich auch klasse!

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Roter Teppich für Nürnbergs Radverkehr

Am Freitag, 22.5. von 14.00 bis 14.30 Uhr gibt es die einmalige Gelegenheit, bei einem historischen Moment dabei zu sein:

FußgängerInnen und RadfahrerInnen, die auf dem Johann-Soergel-Weg fahren , haben bei der Überquerung der Flußstraße VORRANG!

Wir legen einen roten Teppich aus für RadfahrerInnen und einen Zebrastreifen für Leute, die zu Fuß unterwegs sind.
Flussquerung

Wir fordern diesen Zustand für IMMER!

Die Sperrung für unsere Aktion ist hart erkämpft, denn mit Hinweis auf den G7-Gipfel und zu wenig Personal wollte uns Ordnungsamt und Polizei zuerst einfach mit der Verkehrsregelung alleine lassen. Das nahmen wir jedoch nicht hin, da stundenlange, weiträumige Sperrungen für die Nazi-Demos in den letzten Wochen ja möglich waren und für unsere Aktion keine andere Regeln gelten dürfen.

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Geht doch

Fahrradstr jetzt auch offiziell geöffnet

Fahrradstr jetzt auch offiziell geöffnet

Bei unserer ersten Aktion letztes Jahr hatten wir die in einer Richtung gesperrte Fahrradstr. für Radfahrer symbolisch geöffnet.  Und siehe da, die Stadt hat reagiert und das Ganze jetzt auch offiziell erlaubt. Weiter so !

 

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Leider nur ein Scherz

Andernorts  Realität -in Nürnberg reicht es nur zu einem Aprilscherz.
Aber das hat Ihr sicher schon selber gemerkt.
Großer Dank an dieser Stelle an die Lokalredaktion der Nürnberger Nachrichten, die so schön mitgespielt haben und auch heute wieder berichten.
Und auch das Verkehrsplanungsamt liess sich nicht lumpen und zauberte einen Plan aus dem Hut.

Verkehrsplanungsamt zeigt Kreativität - Der Plan

Verkehrsplanungsamt zeigt Kreativität….

Das Verkehrsplanungsamt spielt mit und hat den Plan

und auch ein neues Verkehrszeichen gibt es jetzt.

Also, natürlich gibt es in Nürnberg keinen schönen Rad Kreisel und schon gar keine Verkehrswende. Hier geht alles seinen gemächlichen Gang. 1 km Abmarkierung auf der Äusseren Bayreuther Str.  für viel Geld hier, ein paar neue Abstellplätze dort.  Ach ja, einen Runden Tisch Radverkehr soll es ab September geben. Immerhin, da wird uns dann wahrscheinlich erklärt werden, dass die Stadt leider, leider nur wenig Geld hat und daher….na Ihr wisst schon.

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Eindhoven getoppt – Größter Radverkehrskreisel Europas in Nürnberg

Der neue Radkreisel in Nürnberg -so  soll er aussehen

Der neue Radkreisel in Nürnberg -so soll er aussehen

Das verheerende Abschneiden Nürnbergs bei dem ADFC Fahrradklimatest – Nürnberg rutschte von Platz 17 im Jahr 2013 auf Platz 26  im Jahr 2014 ab- hat jetzt zu Konsequenzen geführt.
OB Maly:“ So ging es nicht mehr weiter, es musste dringend  etwas geschehen, um den Radfahrern und Radfahrerinnen  eine angemessene Infrastruktur zur Verfügung zu stellen“.
In seiner letzten Sitzung im März hat der Stadtrat daher eine umfassende Verkehrswende für Nürnberg beschlossen.

Als erster Schritt hierzu wird am Plärrer, dem verkehrsreichsten Platz von Nürnberg, ein Radverkehrskreisel gebaut, der 8,5 Millionen Euro kosten soll. Dieser wird der größte, bequemste und innovativste Radkreisel in Europa sein und damit sogar den in Eindhoven übertreffen.
Ein Ausführlicher Bericht  findet sich in den   „Nürnberger Nachrichten“ von heute .

 

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Smartes Zählen mit WLAN – Wer weiß etwas ?

Laut amtlicher Zählung hat das Radfahren in Nürnberg im letzten Jahr kaum zugenommen.  Der Eindruck vieler Radler, mit denen ich gesprochen habe, ist ein anderer. Da die Stadt Nürnberg  nur an wenigen Tagen misst und damit viele Zufälle (Wetter!) im Spiel sind, mag das stimmen oder eben auch nicht.  Auf jeden Fall ist das Ergebnis nicht wirklich belastbar. Nun will die Stadt zwar endlich eine eine Zählstation anschaffen, aber das kann noch dauern und wird keine systematische Erfassung erlauben.

Wie also könnte man die Sache angehen ? Da gibt es doch die vielen Leute, die ihre Smartphones immer bei sich haben. Sehr praktische Teile, aber es sind eben auch sehr geschwätzige Begleiter.  Denn sie suchen gerne selbstständig  per WLAN nach einer Verbindung ins Internet.  Und diese Aussendungen(„Probe Requests“ im Techniker-Slang) kann man mit geeignetem Equipment wie einem billigen DSL Router mit angepasster Firmware (OpenWrt) empfangen und auswerten. Mit zwei Stationen in z.B. 100 m Entfernung sollte man auch die Geschwindigkeit grob messen und damit sogar Fußgänger von Radfahrern unterscheiden können. Erstmal ist das Theorie, deswegen würde ich gerne wissen:

Hat jemand schon mal so was versucht und wenn ja wie sind die Erfahrungen damit ?
Läßt sich zuverlässig von der Zahl der Smartphones auf die Gesamtzahl schliessen ? (In dem man manuell und elektronisch zählt und entsprechend korrigiert)

Sachdienliche Hinweise bitte an info radfairkehr de oder als Kommentar zum Artikel.

P.S. Datenschutz ist natürlich  ein Thema. Das  Gerät soll Smartphones nur zählen und nicht tracken. Sofort nach dem Zählen müssen daher alle sensiblen Daten (MAC Adresse)  gelöscht werden.

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Wie hoch ist der Radverkehrsanteil in Nürnberg wirklich?

In einer Mail an den Nürnberger Baureferenten Ulrich und alle im Verkehrsausschuss vertretenen Stadträte, fordert das Bündnis Radfairkehr eine realistische Zählung des Radverkehrs in Nürnberg, da die bisherige Erfassung auf den Autoverkehr ausgerichtet ist. Dies war am 22.1.15 Thema im Verkehrsausschuss.

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Bündnis RadFairkehr versüßt lange Ampelwartezeiten

In der Vorweihnachtszeit hat das Bündnis Radfairkehr Nürnbergs Radfahrenden das Warten an Ampeln mit weihnachtlichen Leckereien versüßt und auf das Problem ungerechter Ampelschaltzeiten hingewiesen.
Die allermeisten Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet sind rein auf den motorisierten Individualverkehr (MIV) ausgelegt. Dabei kommt es vor, dass Radfahrende viel längere Rot- als Grünzeiten haben, während der MIV die gegenteilige Situation genießt.

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Auch gibt es an dem Großteil der Ampelkreuzungen mit Radverkehrsanlagen keine separaten Lichtsignalanlagen für Radfahrende, die deren verkürzten Räumzeiten berücksichtigen und für längere Grünphasen sorgen könnten. “Grüne Wellen“, wie sie eigens für den MIV programmiert werden, findet man selbst auf vielbefahrenen Fahrradpendlerstrecken nur höchst selten vor.
Wir fordern daher ein Umdenken bei den Verantwortlichen und die Beseitigung dieser Ungerechtigkeit.

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Unsere erste Aktion in der Fahrradstraße: Nürnberg braucht mehr Radwege – wir bauen sie!

Von der Maximilianstraße kommend ist die Durchfahrt in die Fahrradstraße verboten. Ironischerweise auch für Fahrradfahrer, obwohl es dafür keinen nachvollziehbaren Grund gibt.
Und so griffen einige Aktivisten zu Sprühkreide und Schablone, um einen Radstreifen deutlich zu kennzeichnen. Nicht mal SÖR hätte das so gut hin bekommen, oder?

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Vielleicht sollten wir der Stadt noch eine Rechnung schicken… Egal, manchmal scheitert eine bessere Radverkehrsinfrastruktur eben nicht nur an den fehlenden Mitteln, sondern am mangelnden Interesse seitens der Stadt.

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Bei Frankenschnellweg, Höfener Spange, U-Bahnbau dagegen gibt die Stadt gerne und viel. Radler dagegen müssen sich mit lächerlichen 1 Mio.€ pro Jahr im städtischen Haushalt begnügen. Gerechtigkeit geht unserer Meinung nach anders.

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